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Cabinda zwischen „keinem Frieden“ und „keinem Krieg“

Die Einwohner der Enklave Cabinda, nördlich der Kongomündung führten ein von Angola weithin unabhängiges Leben unter portugiesischer Souveränität und wurden erst 1956 in die angolanische Provinzverwaltung eingeordnet. Aufgrund der hohen Ölförderung seit dem Ende der 60er Jahre waren sie stets mehr dem Ausland selbst als Angola zugewandt. 1963 wurde in Cabinda die Nationalbewegung FLEC aus mehreren kleineren Gruppen gegründet. Auch die internationalen Ölgesellschaften haben einen gewissen Einfluss auf Cabinda.
 
Nach der Unabhängigkeit Angolas forderte die FLEC immer stärker die Autonomie Cabindas. Die Regierung in Luanda zeigte sich zu Verhandlungen bereit, während der militante Flügel der Befreiungsbewegung 1992 zu kämpferischen Handlungen überging. Am 9.8.1992 erklärte die Befreiungsfront Cabinda zur Kriegszone. Die FLEC kämpft weiterhin für die volle Unabhängigkeit Cabindas und den Rückzug aller politischen und militärischen Kräfte Angolas aus Cabinda. Die von Separatisten ausgerufene „Republik Cabinda“ ist Mitglied der UNPO und ist auch von der Organisation für Afrikanische Einheit als Staat bezeichnet worden.
Im April 1996 wurde ein Waffenstillstand zwischen der FLEC und der angolanischen Regierung unterzeichnet, trotzdem gibt es immer wieder Unruhen in diesem Gebiet.

Heute hat Cabinda den größten Anteil an der angolanischen Erdölproduktion. Der Erlös dieser Ölproduktion macht 80% des angolanischen Finanzhaushaltes aus.